
Unsere Zeitschrift
Unsere Zeitschrift "Erbe
und Auftrag" erscheint alle zwei Monate, jeweils um den 10ten
eines ungeraden Monats. Die Zeitschrift umfaßt 12 Seiten pro
Heft, wovon die Titelseite zweifarbig ist.
"Erbe und Auftrag" erscheint in einer Auflage von 700 Exemplaren
pro Ausgabe. Sie wird an Mitglieder und Abonnenten versendet. Dazu erhalten
einige Organisationen die Zeitschrift im Austausch, sowie die Deutsche Bibliothek.
10% der versandten Auflage geht ins zumeist europäische Ausland.
"Erbe und Auftrag" richtet sich an eine spezielle Zielgruppe, die sich für Monarchie, Geschichte und Politik interessiert.
"Erbe und Auftrag" ist auch als Werbeträger geeignet. Wir können Ihre Anzeige in verschiedenen Größen abdrucken oder Sie schalten eine Beilage. Die Anzeigenpreisliste können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. Für näherer Details wenden Sie sich bitte an die Redaktion. Vielen Dank.
Die Redaktion besteht aus
nur wenigen ehrenamtlich tätigen Personen. Herausgegeben wird die Zeitschrift
vom Vorstand des Vereins
Der Vorsitzende
leitet die Redaktion. Gerne können Sie uns Ihren redaktionellen Beitrag
(Artikel, Bericht, Leserbrief oder ähnliches) zuschicken.
2007 trat "Erbe und Auftrag" in den 40sten Jahrgang und erscheint seit dem mit einem neuen Zeitungskopf.
Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.
Der Weg unserer Zeitschrift
Der Gründer und Motor unserer Zeitschrift
war Freiherr Heinrich von Massenbach (1905-1962). Er hatte sich nach dem Novemberumsturz
1918, den er als Kadett erlebte, an der Arbeit der monarchistischen Zeitschrift
und Gruppierung "Der Aufrechte" mit Ernst Pfeiffer an der Spitze beteiligt.
Untertitel des "Aufrechten" war "Tradition und Leben".
Auf Druck der Nationalsozialisten, die schon Anfang 1934 alle monarchistischen
Gruppierungen verboten hatten, hieß der Aufrechte ab 1936 nur noch "Tradition
und Leben" und musste 1938 sein Erscheinen einstellen.
Massenbach, nach dem Zusammenbruch 1945 nach Köln verschlagen, hatte dort
Verbindung mit Klaus Schlegel wiederaufgenommen, den Lesern von "Erbe und
Auftrag" durch viele historisch-politische Beiträge bekannt, der ihm auch
über manche materielle Not hinweghelfen konnte. Eine alte Freundschaft verband
Massenbach mit Dr. Anton Ritthaler, der bis in den Krieg hinein in den "Gelben
Blättern" und in Karl Ludwig v. Guttenbergs "Weißen Blättern" (früher "Monarchie")
führend mitgearbeitet hatte. Ritthaler, ohne den weder die Arbeitsgemeinschaft
"Tradition und Leben" noch "Erbe und Auftrag" denkbar wären, unterstützte
Massenbach in seinem Vorhaben, eine Zeitschrift zu gründen.
Klaus Schlegel schlug den Namen "Tradition und Leben" vor. Die Nr. 1 erschien,
da es sich um hektographierte Blätter handelte, war das auch voll berechtigt,
unter der Überschrift "Briefe für Tradition und Leben". (…) Bald war ein Druck
möglich, der bis zum Ende der alten Zeitschrift im Jahre 1964 bei der Firma
Borgardt in Bremervörde erfolgte. (Massenbach hatte in den frühen fünfziger
Jahren seinen Wohnsitz in Altendorf/Niederelbe. )
Fast jede Nummer wurde durch einen historisch-politischen Artikel von Dr.
Ritthaler eingeleitet. Bedeutende Mitarbeiter wie Hans Joachim Schoeps, Hermann
Ehlers, Botschafter a.D. v. Dirsken und andere schrieben damals in unserer
Zeitschrift. Der Politologe Martin Greiffenhagen meinte in seinem 1971 erschienenen
Buch "Das Dilemma des Konservatismus in Deutschland" (S. 302/3): "Der politisch
am wenigsten belastete Kreis war der um Hans Joachim Schoeps, der versuchte,
den monarchischen Gedanken neu zu beleben." Das zeigt sich auch in der breiten
Palette der Mitarbeiter der Zeitschrift.
Ab Nr. 37 (Mai 1952) erschienen die Briefe für Tradition und Leben mit dem
Untertitel "Monatsschrift für Christliche Gesinnung, Pflege des Königsgedankens
und nationale Besinnung". Vom Mai 1953 bis Mitte 1964 (Nr. 49-170) hieß es
dann "Monatsschrift (beziehungsweise Zeitschrift) für christliche Haltung,
monarchische Staatsauffassung und nationale Besinnung". Greiffenhagen sagte
zu diesem Untertitel, er bringe "die traditionalen Elemente konservativen
Denkens schlagwortartig und durchaus in der Reihenfolge konservativer Logik
zur Sprache" (a.a.O., S. 117, Anm. 96). Es handelte sich dabei um eine Anlehnung
an die Devise "Mit Gott für König und Vaterland", beziehungsweise "Mit Gott
für Kaiser und Reich". Zur politischen Einstellung sei nur so viel gesagt,
dass sie sich eigentlich kaum wandelte.
In der Frage der Wiedervereinigung war Massenbach eindeutig an der Politik
der Westmächte orientiert. "Nationale" neutralistische Töne, wie sie damals
mancherorts beliebt waren, wurden nicht angeschlagen. Im Gegensatz zu heute
hielt man sich vom demokratischen Staatsdenken und der Europa-Idee ursprünglich
fern und fand später nur zögernd den Weg dorthin. Baron und Baronin Massenbach
waren unermüdlich für die Zeitschrift tätig.
Als "Berufsmonarchist", wie er sich scherzhaft selbst nannte, war Massenbach
ständig unterwegs, um für seine Gedanken und die Zeitschrift zu werben. Leider
ist ihm der erhoffte Durchbruch zu einer großen monarchischen Bewegung nicht
geglückt. Es gehört zu den unbestreitbaren Verdiensten der Zeitschrift und
ihres Herausgebers, dass alle radikalen und phantastischen Elemente bekämpft
und ausgeschieden wurden. So wandte es sich auch von Anbeginn an gegen die
"Volksbewegung für Kaiser und reich", die insbesondere publizistisch 1955/6
von sich reden machte.
Eine ganze Reihe von royalistischen Gruppen und Grüppchen entstanden in den
letzten 25 Jahren. Bis auf "Tradition und Leben" sind sie nicht zufällig alle
wieder vergangen.
Ab 1955 erschien die Zeitschrift dann in Köln unter Wegfall des Zusatzes "Briefe
für Tradition und Leben".
In den Monaten Februar und März 1954 begann Massenbach mit sogenannten Lesertreffen,
die in Köln, Düsseldorf, Wuppertal, Bonn, Wiesbaden, Frankfurt am Main und
Hannover stattfanden. An diesen Orten entstanden dann auch die ersten Arbeitsgemeinschaften,
aus denen sich 1954/55 allmählich neben der gleichnamigen Zeitschrift die
"Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des monarchischen Gedankens, Tradition
und Leben e.V." entwickelte. Massenbach war auch der Motor der Arbeitsgemeinschaft,
wenn auch in den einzelnen Arbeitsgemeinschaften - stärker noch als durch
die Zeitschrift - Frauen und Männer aktiviert wurden, die bereit waren, die
Arbeit für den Königsgedanken weiter zu verbreiten. Massenbach hatte erkannt,
dass es dafür auch eine organisatorische Basis geben müsse.
Wie richtig dieser Weg war, zeigte sich, als Heinrich v. Massenbach plötzlich
am 12.10.1962 starb. Anfangs schien alles in Frage gestellt. Die Zeitschrift
erschien fortan als Vierteljahresschrift., mußte aber mit der 2. Nummer des
Jahrgangs 1964 ihr Erscheinen einstellen. Alle Bemühungen insbesondere Dr.
Ritthalers und Dr. Reicholds sie zu erhalten blieben erfolglos. - Der Verein
aber blieb bestehen und nachdem schließlich in Generalmajor a.D. Hans Voigt
ein neuer Vorsitzender gefunden war, begann ein neuer Abschnitt.
Ende 1965, nachdem sich endgültig herausgestellt hatte, dass die alte im Privatbesitz
befindliche Zeitschrift nicht mehr erscheinen würde, erschien ein schlichtes
Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft "Tradition und Leben", das dann schon
im Jahrgang 1966 in vier und 1967 in sechs Nummern herauskam.
Kurt Strehl hat sich in der Zeit zwischen dem Tode Massenbachs und der endgültigen
Etablierung der Zeitschrift "Erbe und Auftrag" große Verdienste erworben.
Ohne sein Engagement wäre es nicht zur Überwindung der oft unübersteigbaren
Hindernisse gekommen. Die Zeitschrift "Erbe und Auftrag" versteht sich angefangen
bei der Leitlinie bis hin zur äußeren Form als eine Fortsetzung von Tradition
und Leben. (…) Angesichts der finanziellen Situation und der erheblichen Arbeitslast,
die ja neben der Berufsarbeit bewältigt werden will, ist an ein mehr als zweimonatiges
Erscheinen in absehbarer Zeit nicht zu denken. (…) Das Bekenntnis zur Demokratie,
zum freiheitlichen und sozialen Rechtsstaat, die Verteidigung der Freiheit
ist die unbestrittene Voraussetzung unserer Arbeit. Der Verein Tradition und
Leben ist und bleibt das Sammelbecken für die Monarchisten. Er wird weiterhin
für die Wiederherstellung einer parlamentarisch-konstitutionellen Monarchie
eintreten. Das bedeutet eine klare Abgrenzung gegen alle Radikale und Phantasten.
Auf Tradition und Leben e.V. kann nach wie vor nicht verzichtet werden. (…)