
PRESSEMITTEILUNG zum Rücktritt des Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler
In jeder Hinsicht unwürdig!
Der plötzliche
Rücktritt des Bundespräsidenten Köhler eröffnet ein
in jeder Hinsicht unwürdiges Handeln der politisch Verantwortung Tragenden.
Sollten die vorgebrachten Gründe Herrn Köhlers alle gewesen sein,
so ist es unwürdig, deshalb das Amt des Bundespräsidenten aufzugeben.
Sollten hinter den Kulissen weitere Gründe dazu beigetragen haben,
so ist es unwürdig einen solchen Umgang mit dem Staatsoberhaupt zu
pflegen. Und nun innerhalb weniger Tage einen Kandidaten aus dem Hut zu
zaubern, der als Staatsoberhaupt eines der großen Staaten in der EU
und der Welt fungieren soll, entbehrt ebenfalls der Würde.
Das steht Deutschland nicht gut zu Gesicht und wirft ein bezeichnendes Licht
auf den Zustand der Republik und seiner politischen Führung. Diese
Zustände müssen im Interesse der Bevölkerung und der Staatengemeinschaft
geändert werden.
Es wird höchste Zeit über den Tellerrand hinaus zu denken, bevor
es zu spät ist und größerer Schaden angerichtet wird, nicht
nur in Zeiten einer internationalen Finanzkrise, die eine Schwächung
der europäischen Währung zum Ziel hat und damit eine Schwächung
des gerade zusammenwachsenden Europa.
Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des monarchischen Gedankens „Tradition
und Leben e.V.“, Lüneburg, setzt sich für ein überparteiliches
Staatsoberhaupt Deutschlands und seiner Bevölkerung ein. Der Tradition
folgend, ist eine erbliche Kaiserwürde, verbunden mit den Erkenntnissen
aus der jüngeren Geschichte und Politik, eine zukunftsweisende Lösung
auch und gerade im europäischen Kontext. Viele unserer Nachbarn sind
demokratische Monarchien und leben gut damit. In Verbindung von Monarchie
und Demokratie liegt eine beständige, menschenwürdige Zukunft
des Staatswesens. Das jeweils künftige Staatsoberhaupt wird von Klein
an auf seine Aufgabe vorbereitet, ein „Kneifen“ gibt es da nicht.
Die jeweilige Zukunft manifestiert sich in den Kindern und Enkeln der Dynastie,
die damit für Kontinuität aber eben auch für verantwortungsbewusstes
Handeln gegenüber den Generationen und der Umwelt als jeweiliges Erbe
steht.
Das Staatsoberhaupt in Form eines Monarchen ist dem Parteiengezänk
enthoben und kann einen zumindest moralischen Ausgleich bewirken und sich
für die Interessen der Bevölkerung stark machen. Der Monarch erfüllt
damit die Rolle eines Ombudsmannes.
In der Familie des Monarchen können sich alle Generationen der Bevölkerung
widerspiegeln und stärkt damit auch die Familie und den Zusammenhalt
in der Gesellschaft.
Das soziale Engagement von Königshäusern ist ein Hauptanliegen.
Sie tragen dadurch entscheidend zum sozialen Ausgleich und sozialen Frieden
in der Gesellschaft bei. Die verwandtschaftlichen Beziehungen stärken
die internationale Völkerverständigung und das Ansehen des Landes.
Ein enormer wirtschaftlicher Impuls ist ebenfalls anzunehmen, was die europäischen
Monarchien täglich belegen. Man denke z.B. nun an die Aktivitäten
für die Hochzeit der Kronprinzessin von Schweden. Die Kosten einer
Monarchie relativieren sich dadurch erheblich und sind ohnehin nicht zwingend
höher als in einer Republik. Der Etat des Bundespräsidialamtes
liegt mit etwas über 20 Millionen Euro jährlich (variabel) deutlich
über der Civil List der englischen Königin (9 Millionen Pfund
auf 10 Jahre fest).
„Tradition und Leben e.V.“ fordert daher endlich ein Umdenken
zum Wohle unseres Landes und seiner Menschen. Wir wollen Deutschlands Würde
zurück und der Demokratie die Krone aufsetzen.
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