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©TuL 2007

PRESSEMITTEILUNG zum Rücktritt des Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler

In jeder Hinsicht unwürdig!

Der plötzliche Rücktritt des Bundespräsidenten Köhler eröffnet ein in jeder Hinsicht unwürdiges Handeln der politisch Verantwortung Tragenden. Sollten die vorgebrachten Gründe Herrn Köhlers alle gewesen sein, so ist es unwürdig, deshalb das Amt des Bundespräsidenten aufzugeben. Sollten hinter den Kulissen weitere Gründe dazu beigetragen haben, so ist es unwürdig einen solchen Umgang mit dem Staatsoberhaupt zu pflegen. Und nun innerhalb weniger Tage einen Kandidaten aus dem Hut zu zaubern, der als Staatsoberhaupt eines der großen Staaten in der EU und der Welt fungieren soll, entbehrt ebenfalls der Würde.
Das steht Deutschland nicht gut zu Gesicht und wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der Republik und seiner politischen Führung. Diese Zustände müssen im Interesse der Bevölkerung und der Staatengemeinschaft geändert werden.
Es wird höchste Zeit über den Tellerrand hinaus zu denken, bevor es zu spät ist und größerer Schaden angerichtet wird, nicht nur in Zeiten einer internationalen Finanzkrise, die eine Schwächung der europäischen Währung zum Ziel hat und damit eine Schwächung des gerade zusammenwachsenden Europa.
Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des monarchischen Gedankens „Tradition und Leben e.V.“, Lüneburg, setzt sich für ein überparteiliches Staatsoberhaupt Deutschlands und seiner Bevölkerung ein. Der Tradition folgend, ist eine erbliche Kaiserwürde, verbunden mit den Erkenntnissen aus der jüngeren Geschichte und Politik, eine zukunftsweisende Lösung auch und gerade im europäischen Kontext. Viele unserer Nachbarn sind demokratische Monarchien und leben gut damit. In Verbindung von Monarchie und Demokratie liegt eine beständige, menschenwürdige Zukunft des Staatswesens. Das jeweils künftige Staatsoberhaupt wird von Klein an auf seine Aufgabe vorbereitet, ein „Kneifen“ gibt es da nicht. Die jeweilige Zukunft manifestiert sich in den Kindern und Enkeln der Dynastie, die damit für Kontinuität aber eben auch für verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber den Generationen und der Umwelt als jeweiliges Erbe steht.
Das Staatsoberhaupt in Form eines Monarchen ist dem Parteiengezänk enthoben und kann einen zumindest moralischen Ausgleich bewirken und sich für die Interessen der Bevölkerung stark machen. Der Monarch erfüllt damit die Rolle eines Ombudsmannes.
In der Familie des Monarchen können sich alle Generationen der Bevölkerung widerspiegeln und stärkt damit auch die Familie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.
Das soziale Engagement von Königshäusern ist ein Hauptanliegen. Sie tragen dadurch entscheidend zum sozialen Ausgleich und sozialen Frieden in der Gesellschaft bei. Die verwandtschaftlichen Beziehungen stärken die internationale Völkerverständigung und das Ansehen des Landes.
Ein enormer wirtschaftlicher Impuls ist ebenfalls anzunehmen, was die europäischen Monarchien täglich belegen. Man denke z.B. nun an die Aktivitäten für die Hochzeit der Kronprinzessin von Schweden. Die Kosten einer Monarchie relativieren sich dadurch erheblich und sind ohnehin nicht zwingend höher als in einer Republik. Der Etat des Bundespräsidialamtes liegt mit etwas über 20 Millionen Euro jährlich (variabel) deutlich über der Civil List der englischen Königin (9 Millionen Pfund auf 10 Jahre fest).
„Tradition und Leben e.V.“ fordert daher endlich ein Umdenken zum Wohle unseres Landes und seiner Menschen. Wir wollen Deutschlands Würde zurück und der Demokratie die Krone aufsetzen.

 

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